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Kaffee, die eierlegende Wollmilchsau

Kaffee, die eierlegende Wollmilchsau

Kaffee ist gesund – so lautet zumindest das aktuellste Fazit zum Lieblingsheißgetränk der Deutschen. Normalerweise schaltet sich das schlechte Gewissen ein, sobald man an einem Tag etwas mehr Kaffee nötig hat. Doch leidenschaftliche Koffein-Junkies müssen sich ab sofort keine Gedanken mehr machen und erst recht nicht mehr nach Entschuldigungen suchen, wenn sie wieder einmal den Gang zur Kaffeemaschine einlegen.

Kaffeetrinker leben länger

Wie eine aktuelle Studie eines Ernährungsforscherteams an der Harvard University in der Fachzeitschrift „Circulation“ herausgefunden hat, hilft viel Kaffee auch viel. Wer regelmäßig Kaffee trinke, senke nämlich deutlich das Risiko, irgendwann einmal an diversen Leiden zu erkranken. Es ist außerdem davon die Rede, dass der tägliche Kick aus der Kaffeeküche einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit hätte – vollkommen egal, ob normaler oder entkoffeinierter Kaffee. Die gesundheitswirksamen Eigenschaften gehen nämlich offenbar nicht auf das im Heißgetränk enthaltene Koffein zurück, sondern finden ihren Ursprung in anderen Wirkstoffen der braunen Brühe, wie Chlorogensäure, Trigonellin, Chinin und Magnesium.

Kaffee – die eierlegende Wollmilchsau für unsere Gesundheit?

Die richtige Dosis sei allerdings ausschlaggebend für den positiven gesundheitlichen Effekt: Die Studienergebnisse legen nahe, dass regelmäßiger Kaffeekonsum (also drei bis fünf Tassen täglich) ein längeres Leben schenken könnte. Außerdem beuge er Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes und Depressionen vor, so Frank Hu, seines Zeichens Leiter der Studie.

Das war’s übrigens noch lange nicht, denn Kaffee ist außerdem ein wichtiger Antioxidantien-Lieferant. Antioxidantien fangen sogenannte freie Radikale in unserem Körper ein, die durch ganz normale Stoffwechselvorgänge entstehen und unsere DNS beschädigen. Damit fördern sie nicht nur den Alterungsprozess, sondern können mitunter auch zu Krebs führen. Zudem haben andere Studien gezeigt, dass Kaffee den Heilungsprozess nach einer Darmkrebs-Behandlung fördert und Entzündungen hemmt, die im Zuge von Diabetes oder Herzerkrankungen entstehen.

Insgesamt wurden die Daten von 200.000 Probanden ausgewertet. Es handelte sich dabei um eine Langzeitstudie über 20 Jahre, in der Ess- und Lebensgewohnheiten sowie der Gesundheitszustand detailliert erfasst wurden.

Allerdings ist nicht bekannt, ob die Probanden ihren Kaffee lieber schwarz, mit Milch, mit Zucker oder als Kaffeemischgetränk vom Barista ihres Vertrauens tranken. Das hat laut Hu einen tieferen Grund: „Niemand, der überhaupt keinen Kaffee trinkt, soll sich jetzt aufgefordert fühlen, ab sofort damit anzufangen, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen“, so Hu.

Was Kaffee im Detail alles kann, sehen Sie in unserer Galerie!

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Autor: Miriam Motta